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Montag, 20. Oktober 2014

Jan Delay live in der Schleyerhalle Stuttgart, 14.10.2014

Zu meiner Berufsschulzeit, also irgendwann zwischen 1998 und 2000, traten die Absoluten Beginner irgendwo, irgendwo, irgendwann bei Bagdad Backnang auf. Leider konnte ich damals nicht dabei sein. Stattdessen war ein Mitschüler von mir dort und war ziemlich enttäuscht von der Show. Warum auch immer, blieb die Location bis kurz vor Konzertbeginn ziemlich leer, so dass der Veranstalter die vor der Location stehenden Leute (ohne Tickets) für einen 'Schleuderpreis' in Höhe von 5 Mark reingelocken musste. Damals hatten die Absoluten Beginner noch nicht so viele bekannte Tracks, so dass sie als Zugabe einfach noch einmal 'Liebeslied' spielen 'mussten'.

Vorgruppe Moop Mama
Inzwischen sind viele Jahre vergangen und Jan Delay hat in der Zwischenzeit neben den 2 bis 3 Beginner-Alben auch noch vier Soloalben rausgebracht. Erst Raggae, dann Funk, dann Soul und in diesem Jahr Rockmusik: 'Hammer und Michel'.


Gefühlt war das in diesem April erschienene Album 'Hammer und Michel' ein ziemlicher Flop. Türlich, türlich ist das Album direkt auf 1 in die Albumcharts eingestiegen, aber welchem HipHop-Album gelang das 2014 nicht? Leider konnte ich keine Infos finden, wie lange sich das Album tatsächlich in den Charts gehalten hat. Drin ist es jedenfalls nicht mehr. Von Gold oder Platin war auch nicht zu lesen. Dabei finde ich die Tracks um St. Pauli absolut nicht schlecht, aber anscheinend sind sie einfach nicht genug Mainstream. Und Qualität misst sich nicht unbedingt an der Quantität.


Zu Beginn des Konzerts wirkte Jan Delay ein bisschen wie seine eigene Vorgruppe. Dabei war doch eigentlich Moop Mama seine Vorgruppe! Mit jedem gespielten Track taute die Halle mehr auf und die Stimmung wurde immer besser...


Jan Delay 2014 ist ein bisschen wie die Stones. Mit der Vielzahl an bisher veröffentlichten Alben und Tracks spielt er bei Konzerten immer sein Best-Of plus ein paar allgemein bekannte Gassenhauer und vom aktuellen eher wenige Lieder. Dementspechend sah man an dem Abend auf wenige bis gar keine Rocker in der Halle. Nur 'Raver' oder Musiklehrer...


Krasserweise waren bei den beiden Konzerten 2010 und 2014 komplett unterschiedliche Zuschauergruppen am Start: 2010 waren extremst viele junge Kids unter 18 am Start. Letzte Woche waren gefühlt sehr viele Menschen über 40 in der Schleyerhalle. Ich hatte den Eindruck, dass jeder Musiklehrer Baden-Württembergs über 45 eine Freikarte erhalten haben musste!


Ich muss schon sagen: so klein abgehängt habe ich die Schleyerhalle noch nie erlebt. Kurzzeitig stellte sich mir die Frage, wieso das Konzert überhaupt in der Schleyerhalle stattfindet und wieso nicht direkt nebenan in der Porschearena? Wenn man die 6.000 Zuschauer im Jahr 2010 bei Jan Delay mit den 3.500 jetzt bei diesem Konzert vergleicht, sprechen die Zahlen nicht unbedingt für den Jan Delay im Jahr 2014... Dabei war es ein tolles Konzert!


Die StZ hatte anscheinend ein Exempel statuiert und einen Reporter zur Strafe zu Jan Delay geschickt. Zumindest liest sich der Bericht so! Aber vermutlich gibt Jan Delay einen 'Fick' auf schlechte Presse.


Demnächst jährt sich die Beginner Ansage 2013. Irgendwie hätte ich jetzt auch mal wieder Bock auf ein reines Beginner-Album... Auf geht's Eizi Eiz!


Mittwoch, 24. März 2010

Jan Delay fackelt die Schleyerhalle ab. Überreste auf Kofferraumgröße!

Beim HipHopOpen 2007 hatte ich Jan Delay & Disko No. 1 zum ersten Mal in dieser Kombination live gesehen. Man war ich damals geflasht! Deswegen hatte ich mir direkt das Live-Album Mercedes Dance (live) nach dem Erscheinen geholt. Fuck, war ich damals von der Platte enttäuscht! Die ganzen coolen Breaks, wo bekannte HipHop oder Funk-Beats zu hören waren, fehlten! Zum Glück konnte ich mir etwas später bei DasDing den HipHopOpen-Konzert-Mitschnitt aufnehmen. Den höre ich immer noch gerne. Es geht direkt mit einem Bad Boys for Life - Intro los...

Zurück zum Schleyerhallen-Gig am 19.03.2010. Man war das ein Abend!!!

Meine Karte für das Konzert hatte ich mir erst am Freitag Mittag in der Stadt geholt. Leider bemerkte ich erst zuhause, dass auf der Karte etwas von Sitzplatz / Freie Platzwahl stand. Wurst, es gab eh keine Kontrolle zum Innenraum.

 
Quelle: Facebook

Was mich doch extrem erstaunte, war das teilweise doch sehr junge Publikum. Ich würde mal schätzen das minimum 1/3 der Besucher 18 Jahre oder jünger waren. Das hätte ich nie erwartet, bzw. auf früheren Konzerten erlebt. Richtig cool war, dass DJ MAD schon vor dem Vorprogramm ein wenig Classics aufgelegt hat, bevor DAS BO als Vorgruppe auf die Bühne kam. Irgendwie konnte ich mit dem Zeug von DAS BO nicht wirklich etwas anfangen & war froh als seine halbe Stunde vorbei war!

Das Jan Delay Konzert fand ich nicht ganz so funkig, wie das alte Mercedes Dance Programm, aber natürlich trotzdem sehr genial. Leider war das junge Publikum nicht wirklich am Springen interessiert. Damn, zumal ich 15 Meter von der Bühne entfernt stand und eigentlich nach vorne springen wollte. Das eigentliche Konzert von Jan Delay ging rund 2 Stunden und wurde immer wieder durch die Moderationen und Sprüche von Jan Delay aufgelockert. So nahm er sich vor, die Schleyerhalle musikalisch abzufackeln, bis sie in einen Kofferraum paßt. Laut ihm darf man auch über tote Nazis Witze machen...

Nach gut 2 Stunden meinte Jan: "So, das Konzert ist nun zu Ende. Wenn ihr wollt könnt ihr jetzt nach Hause gehen. Wir haben das Konzert aufgezeichnet und weil ein paar Tracks nichts geworden sind, werden diese jetzt noch mal gespielt..." Sehr strange Situation irgendwie! Bislang habe ich noch nichts vergleichbares auf einem Konzert erlebt. Jan Delay, seine drei Background-Girls & die Disko No. 1 entschwanden von der Bühnen, um ... Sich feucht durch den Schritt zu wischen (Zitat Stromberg)!? Keine Ahnung! Die ganzen Kinder verschwanden auf einen Schlag aus der Halle, weil davor vermutlich Mutti stand, um sie abzuholen. Ich jedenfalls nutzte die Gunst der Stunde und schlängete mich vor bis in die dritte Reihe.

Zuerst wurden zwei Balladen noch mal gespielt. Wenn ich mich nicht täusche Ein Leben Lang und Hoffnung. Nach der ersten Ballade erkundigte sich Jan noch rücksichtsvoll beim Publikum, ob er noch eine zweite Ballade spielen dürfte. Durfte er natürlich! Seine barfüssigen Background-Mädels hockten sich auf die Kante von ihrem Podest und Janni zündete sich eine Zigarette an. Irgendwie war es mehr eine Proberaum-Stimmung, als bei einem richtigen Konzert!? Dann folgte noch mal das Intro, was schon lustig war. Das Konzert ist eigentlich aus und man bekommt viel Spaß und einen schönen Abend gewünscht. Nachdem das Publikum gut mitging, hatte Jan auch seinen Spaß. So wurde immer noch ein Lied hinten angehängt. Oh Jonny lief auch noch mal und auch noch Disko. Das Publikum groovte wie im Club und hatte eine Menge Spaß, bevor das Konzert nach knapp 2,75 Stunden zu Ende ging.

Soweit ich weiß, wird Janni von Herr von Eden ausgestattet. Da frag ich mich echt, wieso er weiße Slipper und einen weißen Gürtel trägt. So etwas hätte ich eher von einem Unisex-Kunden erwartet...

Die letzten Lieder stand ich ganz vorne in der ersten Reihe. Echt interessant, was einem soweit vorne alles auffällt. Irgendwie hatte das mittlere Background-Girl ihre Beine nur unterhalb vom Knie rasiert. Im Gegenlicht konnte man die Haare auf ihren Schenkeln stehen sehen. WTF?

Egal, es war ein rundum gelungener Abend und ein einmaliges Konzert-Erlebnis. Danke Jan! :-)

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